Endlich noch mal Dame aus der Region auf dem Podium / Präsident des SC Bütgenbach wünscht sich mehr Freizeitjogger
Thorsten Langer und Tina Vliegen auf dem Podium
Die großen Namen fehlten am Wochenende bei der 27. Auflage des Halbmarathons von Bütgenbach. Dies ermöglichte einigen regionalen Sportlern eine hervorragende Platzierung, allen voran Thorsten Langer aus Recht.
Von Evelyne Mertens
Der Duathlet, Biathlet und Mountainbike-Fahrer errang am Samstag in Bütgenbach den zweiten Platz und festigte damit seinen Ruf als Multisport-Talent. Sieger wurde Patrick Philippe aus Lüttich, der zum ersten Mal in Bütgenbach an den Start ging und die Strecke »super« fand.Lange Zeit wechselten Philippe und Langer sich mit der Führungsarbeit ab, bis Philippe bei Kilometer 16 den Rechter abhängen konnte. »Ich hatte Magenkrämpfe, die mir ganz schön zu schaffen gemacht haben, so dass ich Philippe nicht mehr folgen konnte«, erläuterte Langer den Rennverlauf. »Schade, denn sonst hätten die Zuschauer sich auf einen Sprint im Zieleinlauf freuen können.«Philippe langsamer als VorjahressiegerMit einer Zeit von 1:15:40 war Patrick Philippe zwei Minuten langsamer als der Vorjahressieger Eddy Dupont. Das Fehlen einiger starker Läufer machte sich damit nicht nur bei der Platzierung, sondern auch bei den gelaufenen Zeiten bemerkbar. Thorsten Langer erläutert: »Auf die Platzierung lege ich keinen Wert. Es kommt immer auf die persönliche Leistung an. Ich setze mir aber generell nicht gerne eine Richtzeit vor dem Rennen. Das Risiko, sich zu viel vorzunehmen und zu schnell loszulaufen ist groß.«Für eine Überraschung sorgte der Rocherather Francis Röhl, der als Fünfter das Ziel erreichte. »Zu Beginn des Rennens habe ich mich von ein paar Kollegen wie Pascal Langer, Erik Vliegen und Marcel Recker ziehen lassen. Da ich aber merkte, dass wir das Rennen für meine Begriffe zu schnell angingen, habe ich mich etwas zurückfallen lassen«, so Röhl. Zu Recht, denn dank einer guten Kräfteeinteilung gelang es dem 36-Jährigen, über die letzten Kilometer einige Plätze wieder gut zu machen. »Auf dem letzten Kilometer konnte ich noch drei Läufer überholen, das ist natürlich total motivierend«, freute sich Röhl.Bei den Damen erreichte Virginie Vandroogenbroeck aus Braine L‘Alleud unangefochten in 1:25:56 den ersten Platz. Obwohl sie die Strecke als sehr angenehm empfand, hatte sie mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. »Ich bin die ganze Zeit alleine gelaufen, und der Wind hat die Sache auch nicht einfacher gemacht.«Für eine weitere Überraschung aus regionaler Sicht sorgte Tina Vliegen aus Rocherath. Sie erreichte in 1:29:04 als Zweite das Ziel. Seit Jahren schon hat keine regionale Läuferin mehr das Podium beim Bütgenbacher Halbmarathon bestiegen. Umso erfreulicher für den organisierenden SC Bütgenbach, dass eine Läuferin aus den eigenen Reihen diesen Sprung nun schaffte. Die 28-Jährige, die genau vor einem Jahr Mutter einer Tochter geworden ist, ist damit so schnell wie noch nie. »Ich bin selber total baff. Ich hatte mir vorgenommen, unter 1:35 zu laufen. Dass ich dann noch fünf Minuten schneller war, kann ich selber kaum glauben.« Das zweiwöchige Trainingslager, das sie mit ihrem Mann Erik kürzlich in Spanien absolviert hat, trägt damit deutlich Früchte. Schützenhilfe erhielt sie auf der Strecke übrigens von ihrem Clubkameraden Ralf Mackels aus Elsenborn. »Ralf und ich haben uns mit der Führungsarbeit abgewechselt, was mir viel geholfen hat«, so die gebürtige Deutsche.400 Läufer insgesamt am StartInsgesamt 400 Läuferinnen und Läufer nahmen den Bütgenbacher Halbmarathon am Samstag in Angriff. Seit mehreren Jahren hat sich diese Anzahl stabilisiert. »Die Leute, die am Challenge Delhalle teilnehmen, sind treue Läufer und kommen meist jedes Jahr zurück«, so Helmut Henz, der Präsident des SC Bütgenbach. »Ich wünsche mir jedoch, dass nicht immer nur auf Zeiten und Platzierungen geschaut wird. Es gab zum Beispiel eine Gruppe Holländer, die den Lauf ganz gemütlich angegangen ist«, so Henz. »Die Leute aus unserer Gegend haben immer den Drang, Leistung zu bringen. Die Holländer hingegen liefen nicht um die ersten Plätze, sondern aus Freude an der Bewegung und an der Natur. Und genau so soll es auch sein.«Unter www.netecho.info/zeitung/fotostrecken/ sind in Kürze Bilder zu diesem Thema zu sehen.
Thorsten Langer (links) und Tina Vliegen erreichten beide als Zweitplatzierte das Ziel des Bütgenbacher Halbmarathons. Während Thorsten Langer mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, bekam Tina Vliegen Schützenhilfe von ihrem Clubkameraden Ralf Mackels (im Hintergrund).
Kontakte zu Turnlehrern, um Kinder für den Laufsport zu begeistern
Andreas Forneck läuftChristoph Gallo den Rang ab
Neben dem Halbmarathon organisiert der SC Bütgenbach jedes Jahr auch einen Volkslauf über 5,7 km. 84 Teilnehmer nutzten am Samstag die Gelegenheit, auf dieser kurzen Strecke ihre körperliche Fitness unter Beweis zu stellen. Im Spitzenfeld boten sich Christoph Gallo aus Weppeler und Andreas Forneck aus Bad Münstereifel lange einen spannenden Zweikampf. Erst auf dem letzten Kilometer konnte Forneck sich schließlich absetzen. »Es hat Spaß gemacht, gegen Christoph zu laufen, wir kennen uns schon länger. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass ich ihn heute schlagen würde, denn ich habe im Moment Heuschnupfen und deshalb läuft meine Nase ständig«, so der 19-Jährige. In 19:40 erreichte Andreas Forneck als Sieger das Ziel. Christoph Gallo folgte 20 Sekunden später. Dritter im Bunde wurde der Nachwuchstriathlet Tobias Kleines vom SC Bütgenbach.Tanja PeschBei den Damen erreichte Tanja Pesch vom TUS Kreuzweingarten wie schon im letzten Jahr den ersten Platz. Caroline Kniebs und Kelly Lentz folgten auf den Plätzen zwei und drei. Die Eupenerinnen trainieren zusammen beim Athletic Club Malmedy und haben in den letzten Wochen des Öfteren mit guten Resultaten auf sich aufmerksam gemacht. Bei den Kinderläufen konnten die Organisatoren vom SC Bütgenbach nicht mehr so viele Einschreibungen verzeichnen wie in den letzten Jahren. Laut Helmut Henz, Präsident des SC Bütgenbach, will man in Zukunft verstärkt mit den Schulen zusammen arbeiten. »Wir werden Kontakt mit den Turnlehrern der Region aufnehmen, um sie und die Kinder für den Laufsport zu begeistern«, so Henz.Alle Ergebnisse der Läufe in Bütgenbach veröffentlichenwir in einer späteren Ausgabe.
Hier laufen Christoph Gallo (links) und Andreas Forneck noch Seite an Seite. Im Ziel hatte Andreas Forneck jedoch die Nase vorne.
De Standaard - 13-12-2006, p.79
,,Ik wil biatlon groot maken in België
Italiaanse wintersport floreerde tijdens de Winterspelen in Turijn, maar dan volgden de besparingen. ,,Ze hadden te weinig geld en dankten me af. En dus haalde de half-Italiaanse, half-Belgische biatlete Nathalie Santer haar tweede paspoort vanonder het stof.
Lotte Alsteens - BRUSSEL.
,,In mijn beste jaren heb ik biatlon voor vrouwen groot gemaakt in Italië. Ik hoop stilletjes dat ik voor België hetzelfde kan doen. De 34-jarige Nathalie Santer doet in vloeiend Nederlands haar toekomstplannen uit de doeken. Ze woont al heel haar leven in Zuid-Tirol, in het Noorden van Italië, maar haar moeder is een Vlaamse uit Oostende, die erop stond dat haar kinderen naast het Duits en het Italiaans ook Nederlands leerden. Nathalie voegde de afgelopen jaren ook Noors aan dat lijstje toe, door met Ole Einar Bjoerndalen te trouwen, de Noorse biatlonkoning die vijf gouden olympische medailles won en al zeven keer wereldkampioen werd. Santer is momenteel meer bekend als de vrouw van', maar ook haar palmares mag gezien worden. In het seizoen 1992/1993 werd ze tweede in de eindklassering van de Wereldbeker en schreef dat jaar drie wedstrijden op haar naam, ongezien voor een Italiaanse.
Nu dertien jaar later lijkt het beste eraf, maar toch wilt Santer niet van stoppen weten. ,,Ik dank mijn motivatie aan mijn slecht seizoen van vorig jaar. Ik wilde zo niet stoppen, ik wou nog een kans om beter te doen. Het skiën gaat nog uitstekend, maar bij het schieten laat ik het vaak afweten. Dus ik weet waaraan ik moet werken. De Italiaanse skifederatie had minder geloof in de groeimarge van Santer, want dit jaar schrapten ze haar na de Winterspelen in Turijn - ze finishte er steeds in de middenmoot - uit de A-ploeg. ,,De Italianen hadden te weinig geld om meerdere biatletes te blijven ondersteunen. Voor de Wereldbeker werd enkel Michela Ponza geselecteerd. Ik kon nog op een niveau lager terecht, maar dat zag ik op mijn leeftijd niet meer zitten. En dus maakte ze handig gebruik van haar dubbele nationaliteit. Met Santer heeft België nu zijn eerste biatlete die met de besten mag meedoen. ,,De Italianen waren gechoqueerd, had ik de indruk. Ze hadden dit niet zien aankomen, lacht ze.
Maar hoewel ze nieuwe kleuren verdedigt, is er voor het overige niet veel veranderd: ,,Net als vroeger kom ik na het seizoen naar Oostende en Antwerpen om er mijn grootmoeder en nichtje te bezoeken, maar de rest van het jaar ben ik ofwel thuis in Italië, ofwel aan het rondtrekken van wedstrijd naar wedstrijd. Dat laatste doe ik samen met het Noorse team van mijn man.
Ze neemt er wel graag een nieuwe missie bij: ,,Het Belgische biatlon staat nog in zijn kinderschoenen en ik wil de federatie een handje helpen. Ik hoop dat ik op de een of andere manier mensen warm kan maken voor deze wintersport. Ik besef dat biatlon niet evident is in België. Er ligt tenslotte geen sneeuw. Maar je kan in de zomer op rollen trainen en in de winter naar de bergen elders in Europa trekken. Ik merk dat vele Belgen de sport nu al kennen en geïnteresseerd zijn, wat ongetwijfeld te danken is aan Eurosport, dat bijna het hele seizoen live uitzendt. Mensen kijken omdat het een fascinerende sport is. In het gewone langlaufen weet je op voorhand wie de eerste tien zullen zijn. Daar heb je de besten en de rest. Maar in het biatlon kan je de ene keer winnen en de volgende keer op een zestigste plaats eindigen. Zolang je nog moet schieten kan er nog veel veranderen. Santer beseft wel dat ze slechts de aandacht van heel België kan trekken als ze presteert: ,,Ik kan pas voor een verandering zorgen als ik me onderscheid. Media-aandacht krijg je bij uitzonderlijke resultaten.
Santers seizoensstart was matig. In de openingswedstrijd - twee weken terug in Oestersund, Zweden - , schoot ze in de 15km zes keer mis en moest ze vrede nemen met een 45ste plaats. De sprint van 7,5 km, traditioneel haar sterkste nummer, bleek ook nu weer de uitschieter. Ze schoot niet eenmaal naast en veroverde de 14de plaats, die haar ook recht gaf op de 14de startplaats tijdens het afsluitende nummer in Zweden, de 10 km achtervolging. Haar concurrentes inhalen zat er echter niet in: Santer miste net als in de eerste race zes keer het doelwit en belandde in de achterhoede op een 48ste stek.
De tweede manche, afgelopen weekeinde in het Oostenrijkse Hochfilzen, werd een afknapper: 76ste pas in de sprint en dus meteen uitgeschakeld. ,,Na de eerste wedstrijden kan je nog niets zeggen. Ik zal hard trainen en er nog alles uithalen wat erin zit. Met manlief heeft ze alvast een meer dan geschikte trainingspartner: Ole Einar Bjoerndalen blijft na twee WB-manches ongeslagen.
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